Weideland, Wäldchen, Wohngebiet
Das Gebiet zwischen dem Schulzentrum und der Wohnbebauung Ronzelenstraße gehörte früher der "Stiftung Mädchenwaisenhaus" – heute "Kinderheim Alten Eichen". Mit ihrem Gründungsjahr 1596 gilt sie als älteste Jugendhilfeeinrichtung Deutschlands. Sie hatte das Gebiet als Weide verpachtet. 1968 legte die Stadt per Bebauungsplan eine Umwidmung fest: Das Areal sollte als öffentliche Grünfläche zur Erweiterung des Rhododendronparks dienen. 1977 wurde auf dieser Basis die Enteignung der Kinderheim-Stiftung durchgeführt.
1983 warf das Gartenbauamt am Nordrand des Gebiets einen Erdwall auf und bepflanzte ihn mit Sträuchern und Bäumen. Über 50 Bäume tragen dort noch die Registermarken von Stadtgrün:

Auf der Wiese davor sollten nach Planungen der 70er Jahre Autostellplätze für Parkbesucher entstehen. Doch dazu kam es nie. Mit Fertigstellung des Parkerweiterungsgeländes wurde das Areal 2003 durch einen Zaun vom Park abgetrennt. Innerhalb von 28 Jahren ist hier ein Waldstreifen herangewachsen, der die zur Schule gelegene Grünfläche im Norden säumt.
Nach ihrer "Botanika"-Fehlspekulation will die Stadt das Gebiet zu Geld machen. Offenbar, damit das reibungslos geht, bezeichnete das Bauressort die Wiese in zwei Deputationsvorlagen wahrheitswidrig als "Parkplatz". Vom Waldstreifen ist darin die verschwurbelte Rede als "einer gehölzbewachsenen ca. 2,0 m hohen Verwallung". Alle Menschen, die nicht im Bauressort arbeiten, auch Politiker/-innen und Medien, sprechen wie wir vom "Horner Waldstreifen".