Der Horner Waldstreifen soll leben!

»Bürgerfreundlich« bis dorthinaus...

Der Einwohnerversammlung zum Bebauungsplan 2386 stellten die zuständige Stadtplanerin und eine Mitarbeiterin der Naturschutzbehörde Fachgutachten über Brutvögel und Fledermäuse vor.


Was die Bürger/-innen an dem Abend nicht erfuhren: Die Behördenfrauen hielten in ihrer ausführlichen Präsentation des Vogelgutachtens dessen Schlusssätze zurück: Der Gehölzstreifen so das Gutachterresümee sei wegen seiner Vernetzungsfunktion zwischen den westlich und östlich angrenzenden Biotopen so weit wie möglich zu erhalten. Kein Wort davon am Abend der "Beteiligung der Öffentlichkeit". Als Bürger später ihr Recht auf Einsichtnahme in das Original-Gutachten wahrnahmen, kam die Manipulation ans Licht. Gegen diesen Missbrauch der gesetzlichen "Beteiligung der Öffentlichkeit" legte ein Bürger Beschwerde ein. Die Antwort des Ressorts bittet "um Ihr Verständnis dahingehend, dass im Sinne einer bürgerfreundlichen Darstellung ein Gutachten nicht in jedem Detail im Rahmen einer solchen Veranstaltung [...] vorgetragen werden kann."