Der Horner Waldstreifen soll leben!

Botanikatastrophe auf Raten

Sie finden hier seit 1997 (Planungsbeginn unter Senatorin Tine Wischer)  eine Dauerbaustelle öffentlicher Misswirtschaft.

Millionenschwere Fehlspekulationen wurden nie nüchtern analysiert, keiner der Spekulanten aus Politik und Verwaltung zur Verantwortung gezogen. Das Umweltressort schlingerte jahrelang zwischen frisierten Zahlen, kühner Konzeptlyrik ("Asia Wellness Hotel") und "weiter so".

In den letzten Jahren wurde die "Botanika" mit 10 Mio. Euro an öffentlichen Fördergeldern zum 'Umweltbildungszentrum' aufgemöbelt und in eine separate Stiftung überführt. Der "Weser-Kurier" summiert die bisher in den Bau und die Unterhaltung geflossenen öffentlichen Mittel auf 25 Mio. Euro. Die Höhe des jährlichen Betriebsdefizits soll zurzeit 650.000 Euro betragen und wird aus dem Bremer Haushalt bestritten. Laut Botanika-Chefin Petra Schäffer wird angestrebt, die Dauerbelastung für die Stadt "möglichst" auf 450.000 Euro jährlich zu senken.

Derzeit herrscht Konfusion um das zur "Botanika" gehörende "Entdeckerzentrum". Dieser vor zehn Jahren für einen zweistelligen Millionenbetrag errichtete Ausstellungsteil gilt als besonders lang - - - - wei - - - - lig. Das Umweltressort will ihn nun für 1,25 Mio. Euro zur 'Wissens-Erlebniswelt' aufpeppen lassen. Dafür wurde ein 85seitiges "durchgerechnetes Konzept" vorgelegt. Das Finanzressort ist mit Botanika-Konzepten aber offenbar durch und will 750.000 Euro der benötigten Mittel nicht freigeben.

Einen heiteren Blick auf 14 Jahre Botanika-Murks finden Sie hier.